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Mittwoch, 15. Mai 2019, 19 Uhr: Daniel Weltlinger Quartet in der Synagoge. Eintritt 10 € (Abendkasse)

Daniel Weltlinger mit seiner vom Großvater ererbten Geige. (photo by Lona Logan at Inertia Photography)[Bild: Dunamis_Media_House]

Es war ein überragendes Konzert-Erlebnis! siehe WZ vom 20. Mai

 

Das Daniel Weltlinger Quartett wird von dem international bekannten australischen Berliner Geiger, Komponisten und Produzenten Daniel Weltlinger (Lulo Reinhardt / Karsten Troyke) geleitet. Er mit dem Pianisten / Keyboarder Uri Gincel (Bonaparte), dem Bassisten Paul Kleber (Jazzanova) und dem Schlagzeuger Mathias Ruppnig vertreten (Scopes mit Tony Tixier) kreiert ein neues Konzept des Jazz auf der Grundlage realer situativer Geschichten, die originelle Kompositionen und Improvisationen mit allen möglichen musikalischen Einflüssen inspirieren, um diese Geschichten anschaulich zu beschreiben.
Das Debütalbum „Szolnok“ dieses Projekts, das am 8. Mai 2019 veröffentlicht werden soll, erzählt die Geschichte von Weltlinger's Violine aus Szolnok, die er von seinem in Ungarn geborenen Großvater geerbt hatte, der dieses Instrument zwischen 1920 - 1922 getragen hatte - zu Fuß von Ungarn nach Frankreich. Die Geige überlebte, als sie in die weite Welt getragen wurde, und wurde nach Marseille gebracht, wo sie 18 Jahre lang lebte. Danach wurde sie nach Casablanca (Marokko) und dann nach Sydney (Australien) gebracht, bevor sie Ende 2017 schließlich nach Europa zurückgebracht wurde nach etwa 75 Jahren Abwesenheit vom Kontinent. Dieses höchst ungewöhnliche und zutiefst persönliche Album, das in den Blackbird Studios in Berlin aufgenommen wurde, kombiniert Elemente des Jazz, klassischer, folkloristischer und der freien Improvisation Einflüsse sowie songs das Weltlingers Großvater die auf der Violine gespielt hatten. Es beschreibt die eigentliche Geschichte dieses Instruments und sein Überleben bis zum heutigen Tag, und es ist eine Metapher, um die Vergangenheit anzunehmen und selbstbewusst in die Zukunft zu gehen.

Sonntag, 16. Juni 2019 Exkursion zur Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass

KZ Struthof[Bild: ]

Tagesprogramm

Abfahrt 7.30 Uhr ab Hagenstraße, 7.35 Uhr ab Stadion.

10:15 Uhr - ca. 12:30Uhr deutschsprachige Führung durch Herrn Saur

13:00 - 14:30 Uhr Mittagessen in der Auberge de la Rothlach, bei schönem Wetter auf der Terrasse

14:45 - 15:30 Uhr Verdauungsspaziergang in luftiger Höhe ( ca. 1000m)

15:45 Rückfahrt, ca. 19:00 Uhr Ankunft Worms


Fahrpreis für Nicht-Mitglieder 30,- € (Bus, Eintritt, Führung). Bitte in bar im Bus.

Für Mitglieder übernimmt WARMAISA diese Kosten (Jahresbeitrag 35,- €)

 

Bitte Anmeldungen unter kontakt(at)warmaisa.de

 

Im Rahmen einer Tagesfahrt per Bus werden wir die Gedenkstätte zum ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass erkunden. Im Mittelpunkt der Exkursion stehen das im Lagergelände befindliche Museum und das 2005 eröffnete Centre Européen du Résistant Déporté. 2017 gab es in der Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung „Bientôt la liberté nous reviendra - Freiheit so nah, so fern“, die über das Konzentrationslager Natzweiler im Elsass und seine drei Dutzend Außenlager und Außenkommandos informierte. In der unter der Regie des Französischen Verteidigungsministeriums stehenden Gedenkstätte werden im Rahmen einer deutschsprachigen Führung der ehemalige Lagerbereich mit seinen erhaltenen Überresten gezeigt und das Museum in einer ehemaligen Lagerbaracke besichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Deportierten und ihr tägliches Leben, der Terror und der Tod als ständige Begleiter.

 

 

 

Mod Helmy - Die wahre Geschichte des »arabischen Schindler« am Do 29. August um 19 Uhr im Raschi-Haus. Eintritt frei

[Bild: ]

 

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender.

"Ich lese wenig und erzähle lebendig über meine zweijährige Spurensuche sowie Begegnungen mit muslimischen Zuhörern und zeige auch Bilder. Ich freue mich auf interessierte Zuhörer und gute Diskussionen."

Vorschau: Jüdische Kulturtage 2019

weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung

 

Rabbi Joel Berger "Jüdische Witze und Anekdoten" Sonntag 15. September 2019

um 17 Uhr im Synagogenhof. Rabbi Joel Berger war schon mehrfach bei uns in Worms. Er ist Landesrabbiner a.D. des Rabbinats Württemberg und Dozent an der Universität Tübingen. Es ist ein Ohrenschmaus, ihm zuzuhören.

 

 

Jalda Rebling LAILAH – Stimmen zur Nacht T'hillim – Psalme – Koran „Es sei kein Zwang im Glauben.“ Koran, Sure 2 Vers 257

am Sonntag, 27. Oktober um 16 Uhr in der Dominikanerkirche St. Paulus Worms.

Ein Konzert mit:
Chasan Jalda Rebling (Berlin)
Maria Jonas (Köln)
Zarah Samadi (Berlin)
&
Ars Choralis Coeln:
Sylvia Dörnemann, Uta Kirsten (Harfe), Petra Koerdt (Shrutibox),
Cora Schmeiser (Tamburello)
und Amanda Simmons (Glocken, Tamburello)
&
Bassem Hawar (Köln/Bagdad)

in Kooperation mit: Dominikanerkloster Worms; Stadt Worms Jüdische Kulturtage; Wunderhören Konzertreihe

LAILAH ist ein interkulturelles-religiöses Projekt, welches die Grenzen zwischen den drei Religionen Judentum Christentum und Islam musikalisch überschreitet, um zu ihren antiken Ursprüngen zurückzukehren. Wir entdecken Gemeinsames, ohne die Verschiedenheit der Wege aufzugeben. Im Zentrum steht der musikalische Dialog, bzw. Trialog. Was wir alle miteinander teilen können, sind unsere musikalischen Wurzeln, die auf gemeinsame modale Ursprünge zurückgeführt werden können. Anders als Du Glaubst können wir heute an unsere gemeinsamen Ursprünge wieder anknüpfen. Anders als Du Glaubst sind unsere Kulturen einander nicht fremd, im Gegenteil. Anders als Du Glaubst ist die heutige Europäische Kultur nur aus unseren gemeinsamen Ursprüngen zu verstehen, die wir in diesem Projekt sinnlich erfahrbar machen.
Hier beginnen wir unsere Entdeckungsreise

Konzert in Schmerlenbach, 16.11.2013