Bär, Johanna (1878 – 1942)

Familie Mortz Bär wohnte Dalbergstraße20, jetzt Wassertuemstraße, seit 1935 Dalbergstraße 15. Das Ehepaar Johanna und Moritz Bär war 1906 nach Worms zugezogen.. Er war zunächst Reisender, später Vertreter der Firma M.C. Rosenstein in Frankfurt/Main. Um 1920 war er Mitinhaber der Firma J. Bär, Söhne, Ledermanufakturin Rodalben.hatte er eine Textilvertretung. 1914-1918 war er Kriegsteilnehmer und besaß das EKII.

1937 zog das Paar in die Karmeliterstraße 7. Sie betrieben ihre Auswanderung. Im März 1940 standen sie auf der Warteliste für die USA, aber das Vorhaben scheiterte. Im September 1940 starb Moritz Bär und wurde auf dem Neuen Wormser Jüdischen Friedhof beerdigt.

Die verwitwete Johanna Bär musste 1941, wie die meisten der noch in Worms verbliebenen Juden, ihre Wohnung zwangsweise räumen . Sie kam ins damalige Jüdische Gemeindehaus, Hintere Judengasse 2. Von dort aus wurde sie am 20.3.1942 imSammeltrasport nach Piaski/Polen deportiert. Sie überlebte nicht und wurde am 19.9.1951 zum 31. 12. 1942 für tot erklärt.

Ihr Sohn Hans Heinrich (geb. 1906 in Worms) wanderte 1936 nach Südafrika aus. Er wollte seine Eltern nachholen, was aber nicht gelang.

Der Stein liegt vor dem Haus Karmeliterstraße 2.