Bisherige Veranstaltungen

Zum 9. November 2019

zum 9. November zeigen wir am Mittwoch, 6. November 2019, 20 Uhr in der Kinowelt Worms den Film „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung“ von Viktor Ullmann und Peter Kien entstanden im
Konzentrationslager Theresienstadt 1943/44, Eintritt frei.

Das Filmteam des OK-TV Ludwigshafen hat die Premiere der Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung“ am 2.12.2018 in der Halle 6 im Luitpoldhafen aufgezeichnet.
Wir zeigen die sehr gelungene Fernsehfassung dieser eindrucksvollen Operninszenierung mit der Staatsphilharmonie als Orchester.
„Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung“ war kein bequemer Opernabend für die Zuschauer*innen in Ludwigshafen. Dieses besondere Stück der Musikgeschichte sollte auch in seiner Entstehungsgeschichte verstanden werden. „Wir hatten mit der Halle 6 den rauen Aufführungsort gefunden, der das Unfertige, den Dachbodencharakter, das Provisorium zeigte, um sich dem Un-Ort anzunähern. So wird eine Lagerhalle zur Aufführungsstätte“, so formuliert es Monika Kleinschnitger, die Sprecherin des Vereins Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V.
Die vier Aufführungen in Ludwigshafen waren alle ausverkauft; jetzt bietet sich die Möglichkeit, die Inszenierung von Prof. Hansgünther Heyme durch den Film zu erleben.
Zum Inhalt:
Die Kammeroper erzählt die Geschichte eines Kaisers, der seine Armee in einen Krieg ohne Ende geführt hat. Der personifizierte Tod verweigert sich dem kriegssüchtigen Herrscher und streikt im gottlosen Reich Atlantis und lässt niemanden mehr sterben. Die Menschen, die einander nicht mehr töten können, werden von der Pest befallen. Das Leben ist ihnen eine Pein, und sterben können sie auch nicht. Ein Chaos bricht herein. Der Kaiser, der nicht mehr herrschen kann, bittet den Tod den Streik aufzugeben.
Mit unseren Kooperationspartnern haben wir vor allem für junge Menschen einen Zugang und eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Regime und den Folgen totalitärer Gewalt-herrschaft ermöglicht.
Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein.


Jalda Rebling LAILAH – Stimmen zur Nacht T’hillim – Psalme – Koran „Es sei kein Zwang im Glauben.“ Koran, Sure 2 Vers 257

am Sonntag, 27. Oktober 2019, um 16 Uhr in der Dominikanerkirche St. Paulus Worms.

Ein Konzert mit:
Chasan Jalda Rebling (Berlin)
Maria Jonas (Köln)
Zarah Samadi (Berlin)
&
Ars Choralis Coeln:
Sylvia Dörnemann, Uta Kirsten (Harfe), Petra Koerdt (Shrutibox),
Cora Schmeiser (Tamburello)
und Amanda Simmons (Glocken, Tamburello)
&
Bassem Hawar (Köln/Bagdad)

in Kooperation mit: Dominikanerkloster Worms; Stadt Worms Jüdische Kulturtage; Wunderhören Konzertreihe

LAILAH ist ein interkulturelles-religiöses Projekt, welches die Grenzen zwischen den drei Religionen Judentum Christentum und Islam musikalisch überschreitet, um zu ihren antiken Ursprüngen zurückzukehren. Wir entdecken Gemeinsames, ohne die Verschiedenheit der Wege aufzugeben. Im Zentrum steht der musikalische Dialog, bzw. Trialog. Was wir alle miteinander teilen können, sind unsere musikalischen Wurzeln, die auf gemeinsame modale Ursprünge zurückgeführt werden können. Anders als Du Glaubst können wir heute an unsere gemeinsamen Ursprünge wieder anknüpfen. Anders als Du Glaubst sind unsere Kulturen einander nicht fremd, im Gegenteil. Anders als Du Glaubst ist die heutige Europäische Kultur nur aus unseren gemeinsamen Ursprüngen zu verstehen, die wir in diesem Projekt sinnlich erfahrbar machen.
Hier beginnen wir unsere Entdeckungsreise

Konzert in Schmerlenbach, 16.11.2013

Rabbi Joel Berger „damit ich nicht vergesse, Ihnen zu erzählen“ Sonntag 15. September 2019

Rabbi Joel Berger [Foto: Burkhard Riegels]

um 16.00 Uhr im Synagogenhof.

Rabbi Joel Berger war schon mehrfach bei uns in Worms. Er ist Landesrabbiner a.D. des Rabbinats Württemberg und Dozent an der Universität Tübingen. Es ist ein Ohrenschmaus, ihm zuzuhören, wenn er Jüdische Witze und Anekdoten auf seine unnachahmliche Art zum Besten gibt. Karten 8,- € im Vorverkauf bei Bücher Bessler, Kunsthandlung Steuer und im Raschihaus. Bei hoffentlich gutem Wetter freuen wir uns auf einen interessanten und gemütlichen Nachmittag mit Wein und Brezeln im Synagogenhof.


Jüdisches Leben heute in Deutschland – Wirklichkeit und Konstruktion. Vortrag von Manfred Levy. Eintritt frei.

Bild: Manfred Levy

Dienstag, 10. September 2019, 19 Uhr

Das Wormser, Liebfrauensaal, Rathenaustraße 11, Worms

Wie leben Juden heute in Deutschland?

Wie groß sind die jüdischen Gemeinden und welches Brauchtum pflegen sie?

Wie hat die Einwanderung der Juden aus der ehemaligen Sowjetunion das jüdische Leben in Deutschland verändert?

Welche Rolle spielt dabei die NS – Vergangenheit?

Wie nimmt die Öffentlichkeit jüdisches Leben wahr und wie ist ihre Einstellung gegenüber Juden in Deutschland?

Welche Bilder zeichnen mediale Konstruktionen von jüdischem Leben hier?

Was sagen uns die aktuellen Untersuchungen zu Antisemitismus?

Mit Hilfe medialer Impulse werden diese Fragen anschaulich erörtert und mit dem Publikum diskutiert.

Der Referent ist Projektleiter Bildung am Jüdischen Museum Frankfurt am Main.


Mod Helmy – Die wahre Geschichte des »arabischen Schindler« am Do 29. August 20019, um 19 Uhr im Raschi-Haus. Eintritt frei

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender.

Foto: Yehuda Altmann

„Ich lese wenig und erzähle lebendig über meine zweijährige Spurensuche sowie Begegnungen mit muslimischen Zuhörern und zeige auch Bilder. Ich freue mich auf interessierte Zuhörer und gute Diskussionen.“

In Zusammenarbeit mit/Förderung durch

Landeszentrale Politische Bildung Rheinland-Pfalz und

Jüdisches Museum Worms Raschihaus


Tacheles-Abend

am Montag, 5. August 2019, um 18 Uhr (statt Stammtisch), diesmal auf der neu gestalteten Werger-Terrasse mit Blick auf den Heiligen Sand, am Willy-Brandt-Ring, wo kürzlich die Fundamente des alten Luginsland-Turms ausgegraben wurden. Danke an Adele Weirich für großzügige Unterstützung.

In den letzten beiden Jahren (am Schlösser-Platz) war dank großzügiger Beiträge vieler Mitfeiernder Köstliches zum Essen und Trinken vorhanden – ob das auch in diesem Jahr klappt? Wir bitten, Gläser und Geschirr mitzubringen, da wir möglichst Plastik-frei genießen wollen (kein Plastik- oder Pappgeschirr).

Wasser (Flaschen) und Eimer mit Eis zum Kühlen sind vorhanden.

Das war ein gelungener Abend !


Sonntag, 16. Juni 2019 Exkursion zur Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass

KZ Struthof

Tagesprogramm

Abfahrt 7.30 Uhr ab Hagenstraße, 7.35 Uhr ab Stadion.

10:15 Uhr – ca. 12:30Uhr deutschsprachige Führung durch Herrn Saur

13:00 – 14:30 Uhr Mittagessen in der Auberge de la Rothlach, bei schönem Wetter auf der Terrasse

14:45 – 15:30 Uhr Verdauungsspaziergang in luftiger Höhe ( ca. 1000m)

15:45 Rückfahrt, ca. 19:00 Uhr Ankunft Worms

Fahrpreis für Nicht-Mitglieder 30,- € (Bus, Eintritt, Führung). Bitte in bar im Bus.

Für Mitglieder übernimmt WARMAISA diese Kosten (Jahresbeitrag 35,- €)

Bitte Anmeldungen unter kontakt(at)warmaisa.de

Im Rahmen einer Tagesfahrt per Bus werden wir die Gedenkstätte zum ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass erkunden. Im Mittelpunkt der Exkursion stehen das im Lagergelände befindliche Museum und das 2005 eröffnete Centre Européen du Résistant Déporté. 2017 gab es in der Gedenkstätte KZ Osthofen die Ausstellung „Bientôt la liberté nous reviendra – Freiheit so nah, so fern“, die über das Konzentrationslager Natzweiler im Elsass und seine drei Dutzend Außenlager und Außenkommandos informierte. In der unter der Regie des Französischen Verteidigungsministeriums stehenden Gedenkstätte werden im Rahmen einer deutschsprachigen Führung der ehemalige Lagerbereich mit seinen erhaltenen Überresten gezeigt und das Museum in einer ehemaligen Lagerbaracke besichtigt. Im Mittelpunkt stehen die Deportierten und ihr tägliches Leben, der Terror und der Tod als ständige Begleiter.


Mittwoch, 15. Mai 2019, 19 Uhr: Daniel Weltlinger Quartet in der Synagoge. Eintritt 10 € (Abendkasse)

Es war ein überragendes Konzert-Erlebnis! siehe WZ vom 20. Mai

Daniel Weltlinger mit seiner vom Großvater ererbten Geige. (photo by Lona Logan at Inertia Photography)[Bild: Dunamis_Media_House]

Das Daniel Weltlinger Quartett wird von dem international bekannten australischen Berliner Geiger, Komponisten und Produzenten Daniel Weltlinger (Lulo Reinhardt / Karsten Troyke) geleitet. Er mit dem Pianisten / Keyboarder Uri Gincel (Bonaparte), dem Bassisten Paul Kleber (Jazzanova) und dem Schlagzeuger Mathias Ruppnig vertreten (Scopes mit Tony Tixier) kreiert ein neues Konzept des Jazz auf der Grundlage realer situativer Geschichten, die originelle Kompositionen und Improvisationen mit allen möglichen musikalischen Einflüssen inspirieren, um diese Geschichten anschaulich zu beschreiben.
Das Debütalbum „Szolnok“ dieses Projekts, das am 8. Mai 2019 veröffentlicht werden soll, erzählt die Geschichte von Weltlinger’s Violine aus Szolnok, die er von seinem in Ungarn geborenen Großvater geerbt hatte, der dieses Instrument zwischen 1920 – 1922 getragen hatte – zu Fuß von Ungarn nach Frankreich. Die Geige überlebte, als sie in die weite Welt getragen wurde, und wurde nach Marseille gebracht, wo sie 18 Jahre lang lebte. Danach wurde sie nach Casablanca (Marokko) und dann nach Sydney (Australien) gebracht, bevor sie Ende 2017 schließlich nach Europa zurückgebracht wurde nach etwa 75 Jahren Abwesenheit vom Kontinent. Dieses höchst ungewöhnliche und zutiefst persönliche Album, das in den Blackbird Studios in Berlin aufgenommen wurde, kombiniert Elemente des Jazz, klassischer, folkloristischer und der freien Improvisation Einflüsse sowie songs das Weltlingers Großvater die auf der Violine gespielt hatten. Es beschreibt die eigentliche Geschichte dieses Instruments und sein Überleben bis zum heutigen Tag, und es ist eine Metapher, um die Vergangenheit anzunehmen und selbstbewusst in die Zukunft zu gehen.


WARMAISA Mitgliederversammlung 2019

 am Mittwoch, 3. April um 18 Uhr im Raschihaus.

Herzliche Einladung


Schritt für Schritt zum UNESCO-Weltkulturerbe

Vortragsabend

Dienstag, 12. Februar 2019, 18 Uhr, Worms

Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz – ein Jahr vor der Antragstellung Im Rahmen der für 2020 in Vorbereitung befindlichen Landesausstellung »Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht« werden auch die einstigen jüdischen SchUM-Gemeinden präsentiert. Außerdem läuft der Countdown für die Abgabe des Antrags zu den SchUM-Stätten an die UNESCO! In einer Übersicht durch Beteiligte des koordinierenden und wissenschaftlichen Projektteams wird der UNESCO-Welterbeantrag zu den SchUM-Stätten vorgestellt – ein Jahr vor Antragseinreichung. Worms Dienstag, 12. Februar 2019, 18 Uhr Neuer Veranstaltungsort:  Das Wormser/Tagungszentrum, Rathenaustraße 11, 67547 Worms; Luther-/Burchardsaal Parkmöglichkeiten im Wormser und im Parkhaus am Theater. Im Zuge von Bauarbeiten ist der Kreisel Lutherring/Andreasstraße/Alzeyer Straße für den Verkehr gesperrt. Eintritt frei


Visiting the Past. Von New York nach Essenheim

Der Film begleitet Joan Salomon aus New York bei einem Besuch in Essenheim (bei Mainz). Ihre jüdische Familie musste das rheinhessische Dorf 1934 verlassen, die Anfeindungen waren nach der Machtergreifung durch die Nazis zu groß geworden. Nur ihrer Mutter gelang es, nach Amerika auszuwandern, ihre Großmutter und ihre Tante kamen im Konzentrationslager ums Leben. Auf den Spuren der Vergangenheit
trifft sie alte Essenheimerinnen, die ihre Familie gekannt haben. Es geht um die Suche nach Heimat und den eigenen Wurzeln. Der Film erzählt Geschichte, ein Stück Zeitgeschichte im Kleinen, und hält Erinnerungen fest, die bald verloren sein werden, weil niemand sie mehr erzählen kann.

Matinée am Sonntag, 27. Januar 2019,
ab 11.30 Uhr im Lincoln-Theater, Obermarkt 10, 67547 Worms

11:30 Begrüßung
Brigitte Juchems, Leiterin Regionalbüro
Rheinland-Pfalz/Saarland Friedrich-Ebert-Stiftung

11:35 Grußwort
Christoph Sievers, Gesellschaft zur Förderung
und Pflege jüdischer Kultur in Worms

11:40 Filmvorführung

12:35 Diskussion
Volker Gallé, Kulturkoordinator der Stadt Worms
im Gespräch mit der Filmemacherin
Barbara Trottnow

13:15 Informelles Zusammensein mit Imbiss