Stolpersteine

Finden Sie die Stolpersteine im Stadtgebiet!

Warmaisa e.V. hat fast alle bisher in Worms verlegten Stolpersteine in die Stolperstein-App der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft (siehe unten) eingepflegt. Laden Sie sich diese App auf ihr Smartphone und finden Sie so alle Wormser Stolpersteine mit den dazugehörigen Kurzbiografien der jüdischen Mitbürger.

https://stolpersteine-guide.de/

Es handelt sich um ein Projekt der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft mit Peter Nürnberger und Kim-Julian Becker in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, gefördert aus Mitteln des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur.

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Mittwoch, 24. Juni 2026 im Stadtgebeit Worms: Gunter Demnig kommt zur 19. Stolperstein-Verlegung

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10. November 2025: Erinnerung an zwei Wormser Familien zusammen mit dem Katholisches Jugendbüro Rheinhessen, Standort Worms

Sebastien Besier, Regionaljugendreferent des Bistums Mainz nahm den Jahrestag der November-Pogrome zum Anlass, um sich mit jungen Menschen aus Worms das Schicksal zweier Wormser Familien vor Augen zu führen, die in unmittelbarer Nähe des heutigen Büros der Katholischen Jugend Worms wohnten – Selma und Arno Wälder mit Tochter Erna Rau sowie Klara und Moritz Gutmann; fünf Stolpersteine vor dem Haus Kämmererstraße 48 erinnern an sie.

Beide Familien hatten miterlebt, dass viele ihrer jüdischen Nachbarn und Freunde in den vorausgegangenen Jahren und Monaten die Stadt und auch Deutschland verlassen hatten; sie hatten aber vielleicht darauf gehofft, dass sie als alt-eingesessene Bürger im Rentenalter hier sicher wären. Arno Wälder hatte eine Likörfabrik mit Branntweinvertrieb, war Agent für Hypotheken und Immobilien und betrieb eine Tabak- und Zigarettenhandlung. Fam. Gutmann betrieb hier seit über 40 Jahren eine Mazze-Bäckerei.

Das November-Pogrom von 1938 beendete jedoch endgültig das soziale Leben beider Familien: Fam. Wälder musste in der Folge ihre Geschäfte aufgeben und Fam. Gutmann das Haus unter Zwang verkaufen. Beide Familien mussten ins Judenviertel umziehen. Moritz Gutmann wurde mehrfach inhaftiert, schließlich in die „Euthanasie“-Anstalt Hartheim bei Linz in Oberösterreich deportiert und dort ermordet. Seine Frau Klara Gutmann wurde zusammen mit Arno und Selma Wälder sowie 90 weiteren Wormsern Ende September 1942 nach Theresienstadt deportiert; das Ehepaar Wälder überlebte dieses Lager nicht. Klara Gutman wurde 2 Jahre später 73-jährig in Auschwitz ermordet. In Auschwitz ist auch Erna Rau, die Tochter des Ehepaars Wälder verschollen.

Fotos: Sebastian Besier

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September 2025: Nachfahren der jüdischen Familie Siegmund May in Osthofen und in Worms

Foto: Inga May

Als am 22.11.2024 in Worms für Familie Siegmund, Eugenie und Werner May in Worms vor der Siegfriedstraße 40 (Ecke Renzstraße) Stolpersteine verlegt wurden, konnten die Nachfahren leider nicht anwesend sein.

Fast ein Jahr später jedoch kamen Werner Mays Tochter Silvia und Sohn Roberto mit ihren Familien im September 2025 aus Brasilien nach Worms. Anlass für die Einladung war ein Besuch in Osthofen, wo Familie Mays Vorfahren über mehrere Generationen gelebt hatte.

Inga May hat die Familie im Namen von Warmaisa e.V. empfangen und durch Osthofen und Worms geführt.

Lesen Sie weiter unter Aktuelles / Archiv 2025.

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Die 18. Stolperstein-Verlegung in Worms fand am Freitag, 22. November 2024 statt. Die Zusammenfassung, Fotos und den Presseartikel der Wormser Zeitung finden Sie in der Rubrik ARCHIV / 2024 .

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Die 10. Klässler der Karmeliter-Realschule Plus polieren Stolpersteine – Stolpersteine gegen das Vergessen

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas.

‚Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist‘, zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. (www.stolpersteine.eu)

Am 9.11.2023 fand wieder der Gedenktag zur Reichspogromnacht statt. Deshalb haben sich die Klassen 10b und 10a von der Karmeliter-Realschule Plus auf den Weg in die Stadt gemacht, um die Stolpersteine in der Stadt zu säubern. Mit Putzmitteln ausgestattet, die von der Warmaisa Worms gestiftet wurden, haben die Schüler und Schülerinnen die Stolpersteine gesäubert und poliert. Die Schüler blieben natürlich nicht unentdeckt und wurden von einigen Passanten angesprochen und durften sich deren Geschichte anhören. Auch haben die Schüler und Schülerinnen „den Gründer“ der Warmaisa – Roland Graser – kennengelernt, der ihnen zusätzliche Infos zu den Stolpersteinen geben konnte.

Die Schüler und Schülerinnen konnten durch diese Aktion aktive Arbeit gegen das Vergessen leisten und haben sich zusätzlich mit der Geschichte auseinandergesetzt.  

Als Schule bedanken wir uns für die Unterstützung von Warmaisa e.V.!

(Artikel von: Joana Vogt und Milena Zacharias-Walter, Lehrerinnen der Karmeliter-Realschule Plus in Worms)

Foto: Joana Vogt

Foto: Joana Vogt

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Die 17. Stolpersteinverlegung fand am 6. Februar 2023 statt.

Kleine Foto-Auswahl von dieser Verlegung:

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Am Morgen des 6. November 2006 begann Gunter Demnig in Worms in der Judengasse mit der Verlegung der ersten „Stolpersteine“. Worms ist die 191. Gemeinde, die Teil dieses dezentralen Denkmals wird. WARMAISA, Initiator der Aktion , sieht darin auch einen Beitrag zum Gedenken an die Pogromnacht 1938.

Verlegung der Stolpersteine in der Kämmererstraße 6 (Foto: Ulrike Schäfer)

Im „Wormser Wochenblatt“ schrieb Ulrike Schäfer am 8. November:

„“Eine große Menschenmenge, rund 80 Leute, umstanden den Kölner Künstler Gunter Demnig, als er am Montagmorgen …die ersten Stolpersteine zu verlegen begann……..’Möge ihre Seele eingebunden sein in das Bündel des Lebens‘, beendete Stella Schindler-Siegreich, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Mainz, ihre kurze Gedenkansprache.

Sechs Stationen hatte der Verein Warmaisa zum Auftakt dieser Aktion ausgewählt und vorbereitet, und Dr. Fritz Reuter, der bei jedem Standort mit großem Einfühlungsvermögen etwas über die Bewohner erzählte, enthüllte unfassbare Tragödien…..

Oberbürgermeister Kissel, der bei den ersten Stationen dabei war, dankte dem Verein Warmaisa, dass er sich für diese Aktion gegen das ‚Vergessen und das Verdrängen‘ stark gemacht habe. ‚Sie geben der Stadt ein Stück verlorener Ehre zurück‘, sagte er tief bewegt. Die Menschen damals hätten sich gewünscht, dass man sich schützend um sie gestellt hätte, fuhr er fort…..

Roland Graser, Vorsitzender von Warmaisa,  der das Projekt mit langem Atem betrieben hatte, verglich das ‚dezentrale Denkmal‘ in Worms und anderen Orten mit statischen Großdenkmälern. Dieses Mahnmal wachse immer weiter.

Auch der Künstler Gunter Demnig betonte diesen Aspekt. ‚Diese Aktion ist nicht von oben verordnet. Sie ist ein Geschenk der Bürger an die Stadt‘, sagte er.“

Bis zum Montagmorgen hatten sich Spender für 74 Steine gemeldet, mittlerweile sind zwei neue dazugekommen. Die Aktion wird im Mai und September fortgesetzt.““

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